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Kurt Bühlmann schreibt regelmässig Kommentare betreffend die wirtschaftlichen Aktualitäten und Abläufe in Europa und in der Welt.

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Stabsübergabe

15.06.2026 Liebe Freunde und Bekannte.
Liebe Genossenschafter.

Anlässlich der denkwürdigen Generalversammlung-2026 vom 21. März wurden meine vorgesehenen Nachfolger auf dem Präsidentenstuhl, Daniel ARBER und Markus GRABER, einstimmig als Vize-Präsidenten gewählt.

In einer engen Zusammenarbeit sind wir bereits im zweiten Jahr zu dritt miteinander unterwegs. Es ist die Phase der Stabsübergabe. Beide werden an unserer Generalversammlung 2027 (17. April 2027) zur Wahl als neue Co-Präsidenten der Genossenschaft Alliance-CH vorgeschlagen.

Meinerseits werde ich etwas mehr Zeit für persönliche Anliegen sowie für den Aufbau der neuen Stiftung «ELKANAH» finden. Der Name der Stiftung kommt aus dem Hebräischen und bedeutet ungefähr „Gott hat geschaffen“ oder „Gott hat erworben“. Elkanah war der Vater des Propheten Samuel. Diese Stiftung, angegliedert an die Genossenschaft Alliance-CH, ist ein Herzenswunsch von mir. Ihr Ziel ist die «Befreiung von Gefangenen & Schwachen» aus Schulden und Elend. Mein persönliches Erlebnis hat diesen Herzenswunsch ausgelöst.

Ich übergebe das Wort in Form eines Interviews meinen lieben Freunden Daniel & Markus und segne beide im Namen Jesu für die gemeinsame «Stabsübergabe-Zeit» und ihre neue Aufgabe in der Alliance-CH.

Seien Sie liebe Genossenschafter & Freunde ebenfalls gesegnet im Namen Jesu, der über jedem anderen Namen steht und weiterhin unser wahrer Leiter bleiben wird!

Kurt Bühlmann

Präsident der Genossenschaft Alliance-CH

INTERVIEW VON DANIEL ARBER & MARKUS GRABER

WIR SEHEN NOCH EIN WEITES FELD VOR UNS

Daniel Arber (64) und Markus Graber (66), ihr übernehmt ab nächster Generalversammlung gemeinsam das Präsidium der Alliance-CH. Bevor wir schauen, was dieser Schritt für euch bedeutet, blicken wir zurück in die Vergangenheit. Woher kommt ihr und wie seid ihr überhaupt zur Alliance-CH gestossen?

MG : Ich bin seit über 40 Jahren verheiratet und Vater von fünf erwachsenen Kindern. Dieses Jahr habe ich meine 48-jährige Berufstätigkeit als Versicherungsspezialist beim gleichen Arbeitgeber abgeschlossen. Mit Kurt Bühlmann, Gründer der Alliance-CH, hatte ich in der Vergangenheit verschiedene Anknüpfungspunkte. So zum Beispiel anlässlich des Finanzseminars im Jahr 2008. Ende 2023 tauschten wir über meine Finanzplanung aus. Wenig später tauchte mein Name im Zusammenhang mit der Nachfolgefrage eines ausscheidenden VR-Mitglieds im Gebet auf und ich wurde wenig später in den Verwaltungsrat der Alliance-CH berufen.

DA : Ich bin verheiratet, Vater von vier erwachsenen Kindern. Heute engagiere ich mich unter anderem bei BB-Wertmetall in verschiedenen strategischen Aufgaben.
Die Verbindung zur Alliance-CH ist über viele Jahre gewachsen. Kurt Bühlmann kenne ich seit mehr als 20 Jahren und seit bald fünf Jahren darf ich selber im Verwaltungsrat mitwirken. Was in den letzten Jahren aufgebaut und bewegt wurde, verdient grossen Respekt. Als gesamter Verwaltungsrat ist es uns wichtig, dieses Werk im Sinne des Gründers weiterzuführen – mit der gleichen Wertebasis, derselben Glaubwürdigkeit und dem Wunsch, Menschen zu helfen und zu ermutigen. Im Zentrum stehen dabei die Vernetzung und das gemeinsame Anliegen, biblische Werte sichtbar zu machen und gemeinsam am Reich Gottes mitzubauen.

Beruflich habt ihr zwei unterschiedliche Hintergründe. Du, Markus, warst in den letzten 35 Jahren als Versicherungs- und Vorsorgeberater an vorderster Front. Was heisst für dich Vorsorge?

MG : Vorsorge heisst für mich primär ein analytisches Vorwärtsschauen auf mögliche Ereignisse und Gefahren mit dem Ziel, Risiken zu minimieren, Chancen zu nutzen und meine Handlungsfreiheit zu sichern. Bei mir geht es nie um das Thema «Angst».

Daniel, du warst über 20 Jahre in verschiedenen Geschäftsleitungen, heute bist du wieder in einem strategischen Organ bei BB-Wertmetall. Bald übernimmst du mit Markus das Steuer der Alliance-CH. Im Gegensatz zu Markus warst du bisher immer zuoberst in der «Hackordnung». Welche Eigenschaften qualifizieren dich für diese Stellung?

DA : Entscheidend ist die Fähigkeit, Menschen, Unternehmen und Interessen zusammenzuführen. In der Vergangenheit habe ich gelernt, grosse Organisationen strategisch weiterzuentwickeln, Veränderungen umzusetzen und gleichzeitig nahe bei den Menschen zu bleiben. Mir ist wichtig, etwas Solides aufzubauen und weiterzuentwickeln. Dabei ist Vertrauen, gegenseitiger Respekt und die Fähigkeit, unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen, matchentscheidend. Es geht nicht um Einzelpersonen, sondern darum, gemeinsam etwas vorwärtszubringen. Markus und ich ergänzen uns dabei sehr gut. Gute Führung erkennt man nicht daran, wer vorne steht – sondern daran, ob andere gerne mitziehen.

Ob «oben» in der Geschäftsführung oder «unten» im Fronteinsatz, aber eines hattet ihr gemeinsam: die Diskussionen um Risiken und Sicherheit. Daniel, gehst du gerne Risiken ein oder bist du eher der sicherheitsorientierte Mensch?

DA : Ich würde schon sagen, dass ich eher bereit bin, Risiken einzugehen. Für mich gehört es in der Führung dazu, Chancen zu erkennen und auch Entscheidungen zu treffen, wenn nicht jede Variable zu hundert Prozent abgesichert ist.
Gleichzeitig hilft es enorm, wenn man im Team unterschiedliche Charaktere hat. Markus bringt eine sehr strukturierte und kontrollierte Sicht ein – ich vielleicht eher den unternehmerischen Impuls, genau diese Kombination ist unsere Stärke.

Und du, Markus?

MG : (lacht) ich befinde mich eher auf der Seite der Sicherheit und neige dazu, alles im Griff haben zu wollen.

Vor mir sehe ich zwei Plattformen. Die eine ist mit «Visionär» die andere ist mit «Umsetzer» angeschrieben. Auf welcher Plattform steht ihr?

MG : Umsetzer mit dem Nachsatz: unternehmerischer Verwalter.

DA : Visionär – für mich bedeutet Vision vor allem, Entwicklungen früh zu erkennen und ein klares Bild davon zu haben, wohin man sich bewegen möchte.
Insofern ergänzen Markus und ich uns wahrscheinlich auch hier ziemlich gut: Ich denke oft einige Schritte voraus, während Markus stark darin ist, Themen sauber auf den Boden zu bringen und konsequent umzusetzen.

Eine letzte Frage zu euch als Person: welches Buch hat euch am meisten geprägt?

DA : Mich prägt die Bibel täglich – und zwar nicht als Buch, sondern als Orientierung fürs Leben.

MG : (runzelt die Stirn) Es gibt zwei Bücher, die sich durch Markierungen, Unterstreichungen und Kommentare hervorheben: die Bibel und das Buch von Earl Pitts und Hill Craig ( «Wohlstand, Reichtum und Geld») über die biblischen Prinzipien für den Umgang mit Geld. Beide Bücher waren und sind heute noch wegweisend in meinem Leben.

Ihr habt unterschiedliche Temperamente und Ausprägungen. Wer übernimmt welche Rolle, wenn ihr ab nächster Generalversammlung das Präsidium zu zweit übernehmt?

MG : Über die Rollenverteilung haben wir noch nicht gesprochen. Klar ist, dass wir dies so ausgestalten werden, dass unsere Stärken und Begabungen zum Tragen kommen.

DA : Unabhängig von der Rollenfrage verbindet uns eine grosse gegenseitige Wertschätzung und ein gegenseitiges Vertrauen. Dies wird unsere Zusammenarbeit entscheidend erleichtern. Angedacht ist, dass wir trotz der örtlichen Distanz in einem regen Austausch stehen werden.

Die Alliance-CH war bisher untrennbar mit ihrem Gründer, Kurt Bühlmann, verbunden. Was bleibt für euch unantastbar?

MG : Das, was Kurt in den letzten 21 Jahren aufgebaut hat, bleibt für mich unantastbar.

Wie meinst du das?
Falls Daniel und ich in die Situation kommen – und das werden wir zweifelsfrei –, etwas Bestehendes zu ändern oder anzupassen, so heisst das nicht, dass das Bisherige schlecht war, sondern dass wir auf dem Guten aufbauen und etwas Bestehendes noch besser, ausgereifter machen wollen. Mit dieser Ausrichtung wollen wir das Bestehende ehren. In diesem Sinne ist das Geschaffene «unantastbar».

Wo wollt ihr neue Akzente setzen?

DA : Ich glaube, die Grundlage und die Ausrichtung der Alliance-CH sind sehr klar und wertvoll. Deshalb geht es für uns nicht darum, alles neu zu erfinden, sondern die bestehenden Bereiche gezielt zu stärken und weiterzuentwickeln.
Ein wichtiger Akzent wird dabei sein, Verantwortung stärker auf mehrere Schultern zu verteilen. Was früher oft stark durch Kurt Bühlmann getragen wurde, möchten wir künftig bewusster gemeinsam im Verwaltungsrat wahrnehmen. Die einzelnen VR-Mitglieder sollen ihre jeweiligen Stärken und Erfahrungen noch aktiver einbringen und Verantwortung für bestimmte Bereiche übernehmen.
Gleichzeitig leben wir in einer Zeit mit grossen gesellschaftlichen und geopolitischen Veränderungen. Darum ist es wichtig, dass wir nahe an den aktuellen Herausforderungen bleiben und unsere Dienstleistungen für unsere Genossenschafter entsprechend weiterentwickeln, auf der Grundlage der Bibel.

Was ist der Kernauftrag der Alliance-CH in drei Sätzen – für jemanden, der die Organisation nicht kennt?

DA : (lacht) Anlässlich des Projektes für die Neugestaltung unseres Internetauftritts sind wir über diese Frage kürzlich gestolpert. Im Verwaltungsrat waren wir uns einstimmig einig, dass wir die Alliance-CH als Plattform für Beratung, Koordination und Unterstützung gegenüber Menschen verstehen, welche in biblische Werte investieren, sich auf schwierige Zeiten vorbereiten und die Schwächsten unterstützen wollen.

MG : Der von Daniel beschriebene Kernauftrag entspricht einer Aufnahme aus einer Flughöhe von 10’000 m Höhe. Unsere Aufgabe wird es sein, das gesamte Bild gegen aussen – insbesondere im neuen Internetauftritt – aus einer geringeren Flughöhe praxisnahe und verständlich aufzuzeigen.

Eine letzte Frage: welches ist der Bibelvers, der euch in eurer Arbeit leiten wird?

MG : Es wird sicher nicht nur einer sein! Aber kürzlich habe ich eine biblische Wahrheit ganz neu entdeckt: nämlich die, dass wir in Übereinstimmung beten sollen. Vers 19 aus dem 18. Kapitel des Matthäusevangeliums lehrt uns: «Und noch etwas sage ich euch: Wenn zwei von euch hier auf der Erde darin eins werden, um etwas zu bitten – was immer es auch sei –, dann wird es ihnen von meinem Vater im Himmel gegeben werden.»
Gerade in unserer Zusammenarbeit als Co-Präsidenten ist es wichtig, dass wir die Einheit und Übereinstimmung im Gebet suchen, auch wenn wir unterschiedliche Ansichten über eine bestimmte Sache haben.

DA : Was mich unter anderem immer wieder beschäftigt, insbesondere im Zusammenhang mit meiner Aufgabe bei Alliance-CH, ist der Vers aus Johannes 6, 38: «Denn ich bin aus dem Himmel herabgekommen, nicht damit ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.» Jeder von uns ist darin herausgefordert: es kommt von IHM, geschieht durch IHN und es geht wieder zurück zu IHM.

Interview: Catherine Strinning